Familie

Rodel-Eldorado im Ötztal

(K)ein gewöhnlicher Sonntagvormittag mitten im Dezember: Am Vorabend hat es geschneit, das Thermometer zeigt minus zehn Grad. Hier, im Ötztal auf 1.700 Metern, weht ein anderer Wind…

In der Freiluftarena im Ötztal rodeln Familien um die Wette. Wer in diese Welt eintaucht, kommt so schnell nicht wieder heraus. Aus dem Schwärmen! Die Kombination aus verschneiter Märchenlandschaft und einmaligem Rodelvergnügen hat Charme. Auf den drei familienfreundlichen Rodelstrecken Ochsengarten, Sautens und Oetz-Piburg stürzen sich große und kleine Rodelfreunde ins Vergnügen. Ochsengarten ist die Längste, dafür punkten Sautens und Oetz-Piburg mit Beleuchtung. Das Tolle an allen Naturstrecken: Sie schlängeln sich erst leicht kurvig, sanft bergauf, bevor es spaßig wieder hinabgeht. Und los geht’s…!

Auf dem Weg zur Feldringalm - Rodeln Ötztal
Eine Familie auf der Naturrodelbahn Ochsengarten auf dem Weg hinauf zur Feldringalm. © Socialweb

Ochsengarten: Vom Sattele auf die Feldringalm

Sonntagvormittag, Mitte Dezember, die Luft riecht frisch, hoch über Haiming in Tirol, ist aber eiskalt. Am Parkplatz Sattele knackt das Thermometer auf 1.700 Metern Höhe die minus zehn Grad Marke. Schon die Anfahrt dort hinauf ist ein Erlebnis: Die Ötztaler Straße, ein schmaler Pass, auf dem an besonders eisigen Wintertagen Schneekettenpflicht herrscht, bringt so manchen Flachländler zum Staunen. Willkommen in Winterwunderland Tirol!

Ganz so steil, wie die Anfahrtsstraße zur Rodelstrecke, ist Ochsengarten aber nicht. Im Gegenteil. Die gemütliche Rodelroute zieht sich relativ flach, vereinzelt leicht kurvig, über 2,2 Kilometer und knapp 200 Höhenmeter hinauf auf die Feldringalm (1.888 m). Durch die sanfte Neigung der Strecke ist die Anstrengung kaum spürbar, dafür vitalisiert die frische Luft den Körper. Hier macht Sport tatsächlich Spaß! Vor allem aber schaffen auch kleinere Kinder – oder Eltern, die Ihre Kids auf der Rodel ziehen – problemlos den Aufstieg. Die 200 Höhenmeter werden von Familien mit kleinen Kindern in 50-60 Minuten bewältigt. Alle schnellen Geher schaffen die Strecke in 40-50 Minuten. Wer keine eigene Rodel besitzt, kann diese oben an der Feldringalm ausleihen und unten, kurz vor dem Parkplatz, wieder abstellen.

Rodelspaß - Rodeln Ötztal
Von der Feldringalm geht es 2,2 Kilometer sanft geneigt hinab zum Parkplatz Sattele. © Socialweb

Eine Einkehr auf der Alm ist durchaus lohnend, ungefähr 50 Personen haben in der gemütlichen Stube Platz. Noch bis zum 7. Januar 2018 ist die Alm durchgehend geöffnet, vor allem an den Wochenenden herrscht hier reger Betrieb. Anschließend hat die Feldringalm bis zum 9. April 2018 montags und dienstags Ruhetag. Gegessen wird, typisch tirolerisch, was auf den Tisch kommt: Von der traditionellen Kaspressknödelsuppe oder dem „Feldringer Jausenbrettl“ bis hin zum Topfenstrudel ist für herzhafte und süße Genießer alles dabei. Die Preise sind vollkommen angemessen, die Portionen ausreichend. Nach einer Stärkung geht es wieder hinab zum Auto. Jedoch nicht zu Fuß, sondern rasant auf der Rodel! Circa 20 Minuten dauert die Abfahrt, die zum Ende vereinzelt mit ein paar Schiebepassagen bewältigt werden muss, weil die Strecke nach unten hin doch sehr flach ausläuft. Dennoch: Ein fitter Familienausflug der besonderen Art. Willkommen im Rodel-Eldorado Ötztal!

Rodelspaß zu Zweit - Rodeln Ötztal
Die Rodelstrecke von der Feldringalm bietet sich auch ideal mit Kleinkindern an. © Socialweb

Freitag ist Hüttenabend

Freitags finden auf der Feldringalm regelmäßig Hüttenabende statt, an denen die Stube von 10:00 bis 22:00 Uhr geöffnet ist. Ansonsten hat die Alm bis 17:00 Uhr offen. Die Naturrodelbahn ist allerdings nicht beleuchtet. Wer also in Ochsengarten rodeln möchte, sollte bei Tageslicht unterwegs sein oder eine Stirnlampe dabeihaben.

Das Ötztal bietet vor allem eines: Ein Rodel-Eldorado für alle Familien, genauso wie für ambitioniertere Rodel-Fans. Auch in Niederthai, Längenfeld und Gries gibt es zum Beispiel Naturrodelbahnen, die mit teils bis zu knapp sechs Kilometern Länge rasant bergab führen.

Infos Rodelstrecken im Vorderen Ötztal

Rodelstrecke Ochsengarten

  • Länge: 2,2 Kilometer vom Sattele (1.690 m) zur Feldringalm (1.888 m), Parkplatz Sattele gebührenpflichtig – 3 Euro pro Tag
  • Gehzeit: ca. 50 Minuten
  • Beleuchtung: nein
  • Einkehrmöglichkeit: ja, auf der Feldringalm
  • Rodelverleih: ja, auf der Feldringalm
  • Familiencheck: ideal für aktive Familien

Rodelstrecke Sautens

  • Länge: 1,5 Kilometer
  • Gehzeit: ca. 45 Minuten
  • Beleuchtung: ja
  • Einkehrmöglichkeit: nein
  • Rodelverleih: ja, beim Gasthof Hotel Post, Taxitransfer auf Anfrage
  • Im Familiencheck: Aufstieg auf separatem Weg. Großer Pluspunkt!

Rodelstrecke Oetz-Piburg

  • Länge: 1,2 Kilometer
  • Gehzeit: ca. 20 Minuten
  • Beleuchtung: ja, täglich bis 22:00 Uhr
  • Einkehrmöglichkeit und Rodelverleih: ja, beim Hotel Seerose und Gasthof Piburger See
  • Familiencheck: ideal für Rodelanfänger und ganz kleine Kinder

Den aktuellen „Streckenstatus“ (geöffnet/geschlossen) zu den jeweiligen Rodelstrecken und Infos zu noch mehr Rodelspaß im Ötztal – also weiteren Strecken – findest du HIER. (Titelbild: © Socialweb)

Gastautor SocialWeb - Kühtai - Skiregion Hochoetz - Kühtai
© Socialweb

Gastbeitrag von Socialweb

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